Die Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. beteiligte sich auch in diesem Jahr an der „Chance 2010“ in Halle, welche unter dem Motto „Zukunft selbst gestalten“ stattfand. Es galt Jugendlichen Perspektiven zu vermitteln wie sie sich in sozialen Bereichen integrieren oder auch selbst Projekte organisieren können.
Schulklassen aus Halle, dem Saalekreis, Bitterfeld und Wolfen nutzten erstmals den kostenfreien Transfer und Eintritt zur „Chance“. Ermöglicht hat dies die Initiative „Verant-
wortungspartner der Region Halle“ unter deren Dach sich zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen zusammen-
geschlossen haben.
Gleich nach Eröffnung der Messe am Freitag ließen sich die ersten Jugendlichen als auch Erwachsenen am Informationsstand der Freiwilligen-Agentur über verschiedene Engagement-
möglichkeiten aufklären. Intensive Gespräche über umsetzbare Möglichkeiten von Projekten im Bereich des sozialen Engagements sowie die Alternative eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) für Jugendliche bildeten dabei die Hauptdiskussionspunkte an diesem Tag.
An den darauf folgenden zwei Tagen wurde die Messe gut besucht. Ein Mitarbeiter der Freiwilligen-Agentur äußerte sich zum Verlauf der Veranstaltung wie folgt: „Ich fand die Messe gut besucht, vom Portfolio her zwar schwerpunktmäßig auf kommerzielle Anbieter gerichtet (so auch die Preise im Umfeld für Stand, Messebau, Catering etc.), aber ich fand doch, dass die Non-profit-Orgs. trotzdem ganz gut akzeptiert wurden.“ Eine starke Interessentengruppe am Samstag waren erstaunlicherweise die Eltern der Beratung suchenden Jugendlichen, die allgemeines Interesse an einem Engagement und der Freiwilligen-Agentur und deren Tun zeigten. Das hatte ich nicht so erwartet! Das Zusammenspiel der gemeinnützigen Vereine und Organisationen, dem Deutschen Roten Kreuz, Internationale Jungendgemeinschaftsdienste, Caritas und Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung fand ich gut, sehr harmonisch, kollegial und kommunikativ. Im Nachhinein war es auch richtig, keinen Beitrag im Podium zu halten, da dieser oft nur sehr spärlich besucht waren und wir ja doch nur ein „Randakteur“ waren. Dennoch würde ich mich freuen, wenn wir im nächsten Jahr wieder bei der „Chance“ dabei wären.
Der letzte Tag der „Chance 2010“ blieb ebenfalls gut besucht. Die Menschen traten mit der gleichen Neugier auf wie an den vorangegangenen Tagen. Vielen Jugendlichen war die Möglichkeit eines FSJ nach dem Schulabschluss nicht bewusst. So konnten wir einen kleinen Crashkurs zum Thema FSJ, FÖJ, FSJ im Ausland... geben, aber praktischerweise auch gleich an die neben liegenden Stände verweisen (DRK, ijgd, lkj). Wer vom FSJ schon genug wusste, hat einfach mal so gefragt, was machen sie denn so? Mit der reichen Auswahl an Flyern und Infomaterialien konnte die Neugier von nahezu jedem gestillt werden. Einige Eltern oder Erwachsene ließen sich auch gleich zum Thema Ehrenamt beraten, während Jugendliche gleichzeitig zum FSJ Informationen erhielten. Letztendlich lichteten sich die Standflächen gegen 16 Uhr.